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Montag, 14. Februar 2011
Danke Oberwil!
Es hat sich wieder einmal gezeigt wie das Baselbiet gespalten sein kann. Letzten Sonntag wurde die kantonale Vorlage über die Theatersubventionen mit 51% Nein-Anteil verloren. Interessant dabei ist, dass der Bezirk Arlesheim klar JA (57%) zu den Subventionen gesagt hat und bei keiner Gemeinde im Bezirk ein Nein ausgewiesen wurde. Das Problem war das Oberbaselbiet. Aber es ist leider nichts Neues, dass das Oberbaselbiet eher konservativ ist und nicht so offen gegenüber dem Stadtkanton ist. Ich frage mich deshalb langsam, wie undankbar die Oberbaselbieter sind. Durch den Finanzausgleich wird viel Geld in den oberen Teil des Kantons gepumpt und als Dank schiesst man das Theater ab.
Es gibt natürlich die Option, dass die Unterbaselbieter Gemeinden zusammen für die 17 Millionen in den 4 Jahren aufkommen. Das wäre sicherlich ein zu bewältigender Betrag, sofern er im Verhältnis zu den Gemeindegrössen berechnet wird. Was nun passiert ist klar. Das Theater hat dank dem Oberbaselbiet bald einmal Finanzierungsschwierigkeiten!
Trotzdem hat es mich sehr gefreut, dass Oberwil neben dem JA zur Waffenschutzinitiative (52%) auch ein JA zum Theater (62%) gesagt hat. Oberwil tickt einfach vernünftig!
Sonntag, 30. Januar 2011
Ein Theater um das Theater!
Kunst ist Geschmacksache. Die einen mögen Van Gogh Bilder, andere die Oper und wieder andere gehen gerne ins Ballett. Für die beiden letztgenannten Anlässe gibt es in der Region eine gute Adresse - das Theater Basel. Unser Theater ist einfach spitze, das hat es schon in verschiedenen Produktionen bewiesen, u.a. im „AIDA am Rhein“ oder die Theateraufführungen in Augusta Raurica. Spitzenleistungen fordern natürlich ihren Preis und die werden von Zuschauern wie auch vom Staat gemeinsam getragen. Am 13. Februar stellt sich nun die Frage: Wie wird es mit dem Theater Basel weitergehen? Bis jetzt bezahlt der Kanton Baselland rund 4,5 Millionen Franken an Subventionen und der Stadtkanton etwa 38 Millionen Franken. Der Anteil von Abonnenten aus dem Baselbiet im Theater beträgt rund 45%. Für die nächsten 4 Jahren werden zusätzlich 17 Millionen an Subventionen investiert. Wenn man nun sieht, dass fast die Hälfte des Theaterpublikums aus dem Baselland kommt und wir lediglich 20% der Gesamtsubventionen bezahlen, muss man schon sagen: Wieso macht man wegen einem solchen kleinen Betrag (Gesamtausgaben gemäss Budget 2011: 2.736 Milliarden Franken) ein derartiges Theater? Haben wir nicht wichtigere Probleme in diesem Kanton?
Deshalb sage ich JA zu den Theatersubventionen.
Adrian Mangold
JUSO/SP
Leserbrief für den Birsigtaler Bote vom 3.Februar 2011
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